April April.

Selbstverständlich ist die Stadt Overath keine Kooperation mit Huawei eingegangen und es wurden auch keine Daten erhoben. Obgleich es im Rahmen zukünftiger autonomer Fahrzeuge schon ein Ziel des BAFO ist, flächendeckend schnelles Internet nach Overath zu holen, um auch von den Synergieeffekten profitieren zu können. Bis das allerdings soweit ist, wird noch viel Wasser die Agger entlang fließen. 🙂

Der Vollständigkeit halber werden wir den Artikel aber nicht löschen.

O-Wei

Neue GmbH für schnelles Internet und mehr Transparenz in Overath

Es ist eine kleine Sensation: Wie jetzt erst bekannt wurde, hat die Stadt Overath eine weitere städtische GmbH gegründet und damit anscheinend einen ganz großen Coup gelandet. In Kooperation mit dem chinesischen Netzgiganten Huawei wird O-Wei spätestens Mitte des Jahres ein flächendeckendes G5-Netz in der Stadt anbieten.

Öffentlich wurde die Gründung der GmbH nun durch eine Datenpanne. Wegen eines Softwarefehlers im Ratsinformationssystem standen die Dokumente einer nicht-öffentlichen Ratssondersitzung für 48 Stunden frei im Netz.

Geldregen für die Stadt

Aus den Dokumenten geht hervor, dass bereits Anfang des Jahres eine geheime Testphase in ausgewählten Stadtbereichen gelaufen ist. Grund: Man wollte sich ganz sicher sein, dass die neue GmbH keine Verluste einfährt, da O-Strom mit dem Ausgleich der Verluste des Badino schon beschäftigt genug sei. Grundlage für die Verhandlungen mit Huawei waren die von den Chinesen in der Testphase erhobenen Daten. Welcher Art diese Daten waren, wurde zunächst nicht bekannt. Ausgewertet wurden sie direkt vor Ort. Die Stadt hatte Huawei dafür die obere Etage des Rathauses zur Verfügung gestellt und auf Wunsch die Fenster abgedunkelt (siehe Foto). Das Ergebnis war für die O-Wei-Verantwortlichen mehr als positiv. „Ich darf natürlich nichts verraten“, sagt der Bürgermeister, „aber das Angebot der Chinesen hat alle unsere Erwartungen bei weitem übertroffen.“ Der Partner habe sogar zugesagt, beim Bau des geplanten Technologieparks am Bahnhof den Netzausbau komplett in Eigenregie vorzunehmen.

Nicht-öffentlich für mehr Transparenz

Mit den Stimmen von CDU und FDP hatte der Rat in der Sondersitzung gegen die Stimmen aller übrigen Parteien beschlossen, die Wirtschaftspläne von O-Wei wie schon bei der Sego nicht zu veröffentlichen. Mit O-Wei solle aber ein entscheidender Schritt hin zu mehr Transparenz möglich sein. Denn auch O-Wei soll Zugang zu einem Teil der erhobenen Daten erhalten. Diese sollen laut Protokoll der Ratssitzung, vom Kooperationspartner „zeitnah und in für alle Ratsmitglieder verständlich aufbereiteter Form“ zur Verfügung gestellt werden. So könne man die Bürger demnächst deutlich früher und transparenter informieren, zum Beispiel darüber, wie hoch die nächste Grundsteuererhöhung ausfällt oder wie viele Kita-Plätze genau nicht vorhanden sind.

In der Verwaltungsspitze war man sich einig, dass die Kooperation der hochverschuldeten Stadt Tür und Tor für eine goldene Zukunft öffnen werde. „Wir kommunizieren sogar über ein Programm, das Tor heißt“, verriet der Bürgermeister. „Ich finde, das ist eine hübsche Symbolik.“

Möglicherweise ist das Geschäftsmodell von O-Wei erst der Anfang einer noch viel größeren Erfolgsgeschichte. Im Vorzimmer des Bürgermeisters sollen bereits E-Mails von Google, Facebook und Apple eingegangen sein.