FAQ – Fragen und Antworten zum Autonomen Fahren.

Autonomes Fahren wird üblicherweise in fünf Level eingeteilt:

Level 0: „Driver only“, der Fahrer fährt selbst

Level 1: Assistenzsysteme helfen bei der Fahrzeugbedienung, beispielsweise der Tempomat

Level 2: Teilautomatisierung. Funktionen wie automatisches Einparken, Spurhalten, Beschleunigen, Abbremsen werden von den Assistenzsystemen übernommen

Level 3: Bedingungsautomatisierung. Der Fahrer muss das System nicht dauernd überwachen. Das Fahrzeug führt selbstständig Funktionen wie das Auslösen des Blinkers, Spurwechsel und Spurhalten durch. Der Fahrer kann sich anderen Dingen zuwenden, wird aber bei Bedarf innerhalb einer Vorwarnzeit vom System aufgefordert die Führung zu übernehmen.

Level 4: Hochautomatisierung. Die Führung des Fahrzeugs wird dauerhaft vom System übernommen. Werden die Fahraufgaben vom System nicht mehr bewältigt, kann der Fahrer aufgefordert werden, die Führung zu übernehmen.

Level 5: Vollautomatisierung. Kein Fahrer erforderlich. Außer dem Festlegen des Ziels und dem Starten des Systems ist kein menschliches Eingreifen erforderlich.

Kurz und knapp in eineinhalb Minuten nochmal erklärt in diesem Video:

Die Technik autonomer Fahrzeuge ist breitgefächert: Videokameras, Ultraschall, GPS, Radar- und Laserscanner sowie jede Menge Sensoren. Sie erfassen permanent das Verkehrsgeschehen und tasten alle paar Millisekunden die Umgebung rund um das Auto ab. Im bordeigenen Computer werden alle Informationen der einzelnen Technologiebausteine zu einem Gesamtbild verarbeitet und mit unzähligen dort gespeicherten Szenarien abgeglichen. Das System reagiert entsprechend dieses Gesamtbildes auf die jeweilige Situation. In Zukunft sollen die Autos sich auch untereinander vernetzen und Daten austauschen.

Die besten Erklärungen sind leider nur in englischsprachigen Beiträgen zu finden, zum Beispiel hier: How self driving cars work.

Oder auch in diesem Video:

Es gibt bereits autonom fahrende Fahrzeuge des Level 4. Allerdings befinden diese sich derzeit noch alle im Testbetrieb und dieses auch meistens in den USA oder in Asien. Hervorzuheben wäre hier Waymo, eine Google Tochter, die in Phoenix im Bundesstaat Arizona derzeit autonomes Fahren Level 4 testet. Aber auch Easy Ride, die in Zusammenarbeit mit Nissan einen Taxiservice in Japan etablieren und im Jahre 2020 in den kommerziellen Betrieb übergehen wollen.

//todo In DE hingegen außer Teststrecken noch nicht wegen der rechtlichen Situation.

Beim Car-Sharing – zu Deutsch “Autoteilen” – besitzt man das Auto nicht selbst, sondern teilt es sich mit Anderen. Halter des Autos ist in der Regel der Car-Sharing-Anbieter. Kunden schließen mit diesem einen Vertrag und können die Fahrzeuge des Anbieters rund um die Uhr buchen.

Die Buchung erfolgt meist über die Internet-Seite beziehungsweise eine Handy-App. Geöffnet wird das Fahrzeug bei größeren Anbietern mit einer Chipkarte oder mit dem Handy. Der Autoschlüssel befindet sich in diesen Fällen im Fahrzeug. Möglich sind auch Schlüsseltresore oder gesteuerter Zugang zu Garagen, in denen sich wiederum Auto plus Schlüssel befinden.

Alle Kosten sind im Fahrpreis inbegriffen – auch der Treibstoff (Benzin/Strom). Bezahlt wird in der Regel direkt per Abbuchung vom Konto. Versicherung, Autopflege, Werkstatt, TÜV, Wartung, Reifenwechsel und alle anderen Pflichten übernimmt der CarSharing-Anbieter.

Für viele Haushalte ist Car-Sharing günstiger als ein eigenes Auto. Als Faustregel gilt: Wer weniger als 7.000 Kilometer im Jahr mit dem Auto zurücklegt, spart mit Car-Sharing bares Geld.

CarSharing-Varianten

Etabliert haben sich zwei Carsharing-Varianten: Beim stationsbasierten Car-Sharing stehen die Autos auf einem festen Parkplatz. Kunden holen den Wagen dort ab, nach der Fahrt bringen sie ihn dorthin zurück. Reservierungen sind mehrere Wochen im Voraus möglich. Diese Variante eignet sich besonders für Nutzer, die auf ein eigenes Auto verzichten wollen und trotzdem die Verlässlichkeit eines in ihrer Nähe bereitgestellten Fahrzeugs brauchen. Stationsbasiertes Car-Sharing ist außerdem meistens die preisgünstigste CarSharing-Variante.

Bei der zweiten Variante, dem sogenannten Free-Floating, stehen die Autos irgendwo in der Stadt, frei geparkt. Nutzer orten und buchen sie über das Smartphone. Nach der Fahrt stellen sie den Wagen irgendwo innerhalb des Nutzungsgebiets wieder ab. Diese Variante ist nur in einigen großen Städten zu finden. Reservierungen im Voraus sind nicht möglich. Free-floatende Fahrzeuge sind nicht immer verlässlich in der Nähe verfügbar. Sie eignen sich aber gut für spontane Fahrten oder Fahrten, bei denen man den Endzeitpunkt nicht genau bestimmen kann. Free-floating macht außerdem One-way-Fahrten innerhalb des Stadtgebiets möglich. Die Preise liegen allerdings über denen des stationsbasierten CarSharings.

Deutschland bewegt sich gerade auf Level-3-Niveau. Am 12. Mai 2017verabschiedete der Bundestag ein Gesetz, das Mensch und Computer am Steuer rechtlich gleichstellt. Demnach dürfen vollautomatisierte Systeme die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen und der Fahrer sich vom Verkehr abwenden. Das heißt, er darf zum Beispiel im Internet surfen oder E-Mails lesen. Voraussetzung ist aber, dass der Fahrer jederzeit eingreifen und das System deaktivieren kann. Außerdem muss das System rechtzeitig warnen, wenn es menschliche Unterstützung braucht. Bisher gibt es allerdings kein autonomes Serienfahrzeug, das so weit fortgeschritten ist. Auch beim fälschlicherweise als “Autopilot” bezeichneten System von Tesla handelt es sich nur um ein Assistenzsystem, welches autonome Funktionen wie selbstständiges Überholen und Lenken übernehmen kann. (aus: “Wie funktioniert eigentlich autonomes Fahren”, Süddeutsche Zeitung, 20. März 2018).

Die im März 2017 geänderte Straßenverkehrsordnung lässt den Betrieb von Kraftfahrzeugen mittels hoch- und vollautomatisierter Fahrfunktion “im Rahmen der bestimmungsgemäßen Verwendung” zu. Hier geht’s zum Text.

Derzeit entwickeln alle großen Automobilhersteller autonom fahrende Fahrzeuge, jedoch sind die Innovationstreiber vielfach kleine bis mittelständische Unternehmen und Startups bzw. die Hightech-Unternehmen des Silicon Valley in Kalifornien. Dazu zählen u.a. Waymo (Google ), Uber oder Apple.

Davon sind wir überzeugt. Die Entwicklung geht eindeutig zu Technologien, die Autos oder Kleinbusse ermächtigen, sich ohne Fahrer zu bewegen. Es ist in der Geschichte höchst selten, dass sich solche Entwicklungen (siehe Elektrizität, Auto, Film/Fernsehen, Computer, Handy etc.) nicht in der Breite durchsetzen. Daher werden auch in Overath autonome Autos fahren. Ob es Taxen sind oder Ride-Sharing-Flotten oder private Autos, alles zusammen oder noch etwas ganz anderes – das ist sicherlich abzuwarten. Dass sich das Fahren ohne Fahrer durchsetzen wird, steht indes wohl kaum zur Debatte.