Die BAFO (Bürgerforum Autonomes Fahren Overath) hat sich Ende 2017 als Reaktion auf den Bürgerantrag von Rainer Koß gegründet. Um Rainer Koß herum haben sich rund 20 Bürger unterschiedlichen Alters und beruflicher Orientierung zusammengeschlossen, um das Thema Mobilität für ihre Stadt weiter zu denken und weiter zu bringen. Wir treffen uns regelmäßig an wechselnden Orten, um Ideen zu entwickeln, Aufgaben zu definieren, Ansprechpartner zu finden und alle auf den gleichen Stand zu kommen. Eine Organisation haben wir nicht – jeder tut das, was er kann und wo er sich wiederfindet. Der eine mehr, der andere weniger. Alle aber haben wir eine positive Sicht auf die Zukunft und den Wunsch und Willen, sich für das eigene Lebensumfeld zu engagieren.

Die BAFO wird vom Bürgermeister und vom Rat der Stadt Overath unterstützt. Unsere Devise: Miteinander statt gegeneinander. Offenheit in alle Richtungen. Politisch sind wir neutral.

Angebot als Modellstadt für externe Investoren

Das war mal die Grundidee. Die BAFO-Aktiven haben versucht, einen Investor zum Thema zu finden, der neben neuen Technologien auch Geld in die Stadt bringt. Das war bislang nicht der Fall. Nichtsdestotrotz liegt das “Angebot” der Stadt Overath inzwischen in den Schubladen (bzw. auf den Festplatten) diverser Unternehmen in Europa, den USA und Asien.

Was wir dabei wollten, ist nicht die 97. Teststrecke für autonome Kleinbusse zwischen Bahnhof und Kurhaus, sondern eine komplette Stadt als Grundlage für das Lernen autonomen Fahrens unter realen Bedingungen. Dafür ist die Zeit noch nicht ganz reif. Aber sie könnte kommen und dann sind wir offen.

Vorbereitung auf die Zukunft

Autonomes Fahren wird kommen, auch in Overath – davon sind wir überzeugt. Allerdings wird es nicht von heute auf morgen geschehen. Es wird sich nach und nach durchsetzen und zwar egal, ob wir in Overath etwas unternehmen oder nicht. Wenn wir aber etwas unternehmen, sind wir vorbereitet. Zunächst mal in der Struktur: Wir haben dann zum Beispiel bereits ein etabliertes Mobilitätskonzept, in dem sich die Bürger ohne eigenes Auto so bewegen können, wie sie es brauchen. Ändern würde sich dann irgendwann lediglich, dass der Fahrer wegfällt. Vorbereitet wären wir auch im Kopf: Wenn wir bereits geübt haben, neue Konzepte behutsam und an den Bedürfnissen der Bürger ausgerichtet umzusetzen, werden wir Veränderungen positiv gegenüber stehen. Wir sehen mehr die Chance statt das Risiko – diese Einstellung wird von immenser Bedeutung sein, um die vielen Veränderungen, die die Zukunft noch bringen wird, gelassen und konstruktiv umzusetzen.